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Für ein Interview stand mit Christian Ritter der Vorjahressieger des am nächsten Wochenende stattfindenden Scheunenhof-Triathlons zu Verfügung. Im Gespräch geht es unter anderem über seine letztjährige Premiere auf der Langdistanz, die Ziele und Vorbereitung auf Nordhausen sowie den Ironman Hawaii, welchen er in diesem Jahr erstmals bestreitet. Im letzten Jahr absolvierten Sie ihre erste Langdistanz. Wie ist dieser Schritt zu erklären? Das hat sich so ein bisschen irgendwann ergeben. Jeder sucht sich seine Nische und guckt welche Distanz er vielleicht am optimalsten für sich bewältigen kann. Es gibt auch eher die schnellkräftigeren- und die etwas ausdauernden Typen im Sport. Ich würde sagen, dass ich eher zu den etwas ausdauernderen gehöre und da habe ich mich halt für die Langstrecke entschieden. Auch, weil Hawaii so ein bisschen Traum sowie Mythos ist und der Triathlon von dort herkommt. In dieser Saison wurden Sie Siebter beim Ironman in Frankfurt, hatten im Anschluss allerdings Magen-Darm-Probleme. Wie fällt das bisherige Fazit aus? Im Großen und Ganzen ganz gut. Mit dem siebten Platz kann ich eigentlich schon sehr zufrieden sein bei der Konkurrenz. Es waren alles Leute, die auf Hawaii teilweise schon gewonnen haben oder locker in die Top Ten hineingekommen sind. Das mit der Erkrankung war denke ich einfach ein wenig Übermut, nach dem Rennen weiter zu trainieren. Wenn der Körper noch so geschwächt ist zahlt er einem das halt gerne zurück. Da bin ich jetzt regional in Markleeberg bei einem kleinen Testwettkampf gestartet, der auch so ein bisschen eine Spaßveranstaltung war, um sich in der Region zu präsentieren, dadurch dass ich für den DhfK Leipzig starte. Welche Ambitionen und Ziele haben Sie für den Scheunenhof-Triathlon am 29. August? Ich wollte eigentlich in Waren vor zwei Wochen meine neue Rennrad-Einstellung testen, weil ich damals in Frankfurt noch nicht so zufrieden war und dann der Wettkampf dort wirklich ein wenig „vor dem Baum gegangen“ ist. Ich hoffe, dass das jetzt in Nordhausen beim Scheunenhof-Triathlon klappt. Es ist jetzt aber nicht ein reiner Spaßakt, ich will schon versuchen zu gewinnen und gut zu sein. Aber es geht auch darum, materialmäßig hier und da zu testen, damit ich nicht erst auf Hawaii das erste Mal mit dieser Einstellung bei dem Wettkampf auf dem Rad sitze. So gucke ich also vorher, ob es dann noch etwas zu optimieren gibt oder doch nicht. Wie trainieren Sie nun noch bis Renntag? Dadurch dass Hawaii der absolute Höhepunkt ist, wird der Scheunenhof eigentlich mehr oder weniger aus dem vollen Training heraus absolviert. Aber das war die letzten Jahre auch schon so. Dann kann es halt sein, dass es beim Laufen oder Radfahren ein bisschen schwerer fällt als normal, wenn man sich wirklich eine Woche Ruhe gönnt vor dem Höhepunkt. Ich sehe das nun als „harte Trainingseinheit“, aber man versucht trotzdem sein bestes zu geben. Es hat auf jeden Fall für den Körper und das Material einen Testcharakter. Eine kleine Generalprobe für Hawaii ist es schon. Im letzten war es, vor meiner Langdistanz in Wisconsin, auch der letzte Wettkampf und da habe ich gute Erfahrungen mit gemacht. Wann werden Sie nach Nordhausen anreisen? Ich werde erst Sonntag am Vormittag anreisen, wie ich das eigentlich die letzten beiden Jahre auch gemacht habe. Da ich ebenfalls noch am Samstag zu einer Hochzeit eingeladen bin, lässt sich nicht vereinbaren, dass wir vielleicht schon einen Tag eher hinkommen würden. Das hat private Gründe. Was sind im Anschluss ihre Ziele für den Ironman Hawaii? Das bin ich nun schon mehrmals gefragt wurden. Ich sage immer wieder, dass das Minimum finishen ist. Bei einem Ironman sollte auf jeden Fall der Hauptanspruch sein, versuchen in das Ziel zu kommen. Auf der anderen Seite trainiert man nicht den ganzen Tag dafür und ist Profi, um nur das Ziel zu erreichen. Es wäre schön, wenn eine Top 30 – Platzierung herausspringt. Auf Hawaii kann das sogar mal relativ schnell in die besten 20 hineingehen. Aber genauso gibt es Leute, die das erste Mal dort waren und auch mit den Bedingungen nicht zurechtgekommen sind. Ich werde mich mit Ulrich Konschak dann noch einmal unterhalten. Vielleicht hat er ein paar nützliche Tipps, er hat auch schon ein Top 100 – Finish auf Hawaii gemacht.
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